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flausen+ erhält 1,5 Millionen Euro Bundesförderung – zur Stärkung überregionaler Zusammenarbeit

Pressemitteilung 16.03.2021

flausen+ erhält eine Förderung des Bundes in Höhe von 1,5 Millionen Euro und damit eine große Ehre für ihre bundesweite Vernetzung und Unterstützung von Künstler:innen. Mit dem Förderprogramm „Verbindungen fördern“ wurde flausen+ als eines von vier bundesweiten Theaternetzwerken ausgewählt. Mit dem Geld sollen neue Spielstätten sowie neue Partner:innen für die flächendeckende Förderung von Künstler:innen gewonnen werden.

Bereits seit 10 Jahren besteht das Modellprojekt flausen+ als stetig wachsendes Netzwerk aus freien Theatern. Es bietet mit seinem Stipendienprogramm Künstler:innen die Möglichkeit, für vier Wochen an einem Thema szenisch zu forschen. Das Besondere daran ist, dass die Stipendiat:innen ohne den üblichen Produktions- und Zeitdruck arbeiten können und dabei finanziell unterstützt werden. Dabei erhalten diese von den bundesweiten Residenztheatern des flausen+bundesnetzwerks u.a. Beratung sowie die Möglichkeit, Bühne und Technik der Spielstätten zu nutzen.

„Dieses Angebot ist besonders für Künstler:innen wichtig, die in ländlichen Regionen leben und einen schwierigeren Zugang zu Fördermöglichkeiten haben. Mit der Bundesförderung werden wir mit Kongressen, Festivals, Fachtagungen und Labs einen Austausch und Wissenstransfer zwischen Künstler:innen, Spielstättenbetreiber:innen und Politik in allen Regionen vorantreiben. Das Ziel dabei ist, möglichst mehr und vielfältige Fördermöglichkeiten für Künstler:innen zu schaffen“, so Stipendien-Netzwerkgründer Winfried Wrede.

flausen+ wurde gemeinsam mit den drei bundesweiten Initiativen Festivalfriends, Freischwimmen und Netzwerk Freier Theater für das Förderprogramm des Bundesverbandes Freie Darstellende Künste ausgesucht. Das Förderprogramm „Verbindungen fördern“ wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Diese zunächst dreijährige Förderung für die freien darstellenden Künste ist gerade in diesen pandemischen Zeiten, welche besonders freischaffende Künstler:innen mit voller Härte trifft, ein wichtiges Signal. Diese Förderung wird besonders in die Vernetzung, Forschungsarbeit, Begleitung und Professionalisierung der freien Szene fließen. Durch die nun gegebenen Finanzierungsmöglichkeiten dieses überregionalen Austauschs und Arbeitspraxis können auch regionale Strukturen gestärkt werden und strukturelle Unterschiede abgebaut werden.

In diesem Jahr werden 9 Stipendien-Gruppen für einen Monat an ganz unterschiedlichen Themen forschen und mittels des abschließenden makingOFFs das Publikum in die Auseinandersetzung einbinden. Ebenso werden ein flausen+festival wie auch ein Kongress stattfinden. Aufgrund des stetigen Wachsens des flausen+bundesnetzwerks – zur Zeit zählen 26 Theater in 13 Bundesländern dazu – und ihren Förderaktivitäten, hat flausen+ mit Spielstättenpartner:innen eine gemeinnützige GmbH mit Hauptsitz in Oldenburg gegründet. Ein Festakt dazu wird im Juni folgen.

flausen+ bedankt sich bei allen Wegbreiter:innen und Förder:innen und ganz besonders seinen bundesnetzwerk-Partner:innen für die bis zu diesem Punkt geleistete gemeinsame Arbeit und freut sich auf die weiteren spannenden Schritte.

Die überregionale Bündnisarbeit wird ermöglicht im Rahmen des Programms »Verbindungen fördern« des Bundesverbands Freie Darstellende Künste, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.