KRASS

theaterwrede2020, Residenz #49, theater wrede+

Coralie Merle, Jasiek Mischke, Mark Christoph Klee, Sarah Kerbosh und Guusje de Bruin Lottogewinn? Krass! Deine Cousine ist von ihrem Heroin-Dealer schwanger? Krass! Du lebst vegan? Krass! Dieses kleine Wörtchen „Krass“ ist weder geil noch scheiße; das Wort alleine ist nicht wertend. Mark Christoph Klee, Coralie Merle, Sarah Kerbosch und Guusje de Bruin und Jasiek Mischke möchten herausfinden, was es … Read More

Why are two asians and one latin sitting on the floor?

theaterwrede2019, Residenz #41, theater wrede+

Silvia Ehnis Perez Duarte, Mijin Kim, Seulki Hwang, Enis Turan “Why are two asians and one latin sitting on the floor?” erforscht wie Annahmen zu Geschichten verwoben werden. Der Austausch zwischen Informationen, der persönlichen Biografie der beobachtenden Personen und der aus dieser Story entstehenden Symbiose stehen hier im Vordergrund. Die Gruppe „TachoTinta“ sieht sich nicht nur als „zwei Koreaner*innen und … Read More

A STRANGER IN PARADISE?

theaterwrede2019, Residenz #40, theater wrede+

 Isabelle Barth, Claudia Barth, Caroline Alves, Evandro Pedroni Zwei Schwestern verfolgen über zwei Jahre die Spuren, auf denen ihre Großmutter ihre eigene transnationale Lebensgeschichte schrieb. Diese Geschichte lässt sich nicht in den Schablonen der klassischen Opfer oder Tätergeschichten erzählen, vielmehr geht es darum die intersektionale Verwobenheit von Subjekten auf zu zeichnen. Es geht um den nicht thematisierten Kolonialismus der Schweiz, … Read More

Render Ghosts

theaterwrede2018, theater wrede+

In Architekturmodellen gibt es diese Miniatur-Menschen, die die Gebäude und Plätze bevölkern und dort scheinbar ganz alltägliche Dinge tun. Sie, die so genannten “Render Ghosts”, leben in einem Bild von der Zukunft, wo sie nur noch Beispiele für Menschen sind. Sie sind meist schmal, weiß, intakt und haben keine Angst vor Niedrigrente.
DIE SOZIALE FIKTION erforscht das Potential dieser Kippfiguren zwischen Normalität und Grusel. Render Ghosts sind Wiedergänger vergangener und gegenwärtiger Menschenbilder und -normen in der Zukunft. Taugen sie dennoch als Erzählfiguren des Zukünftigen? Wie kann ihre geisterhafte Qualität genutzt werden, um ihre Normativität unheimlich werden zu lassen?

Actions for the Worthless Body

theaterwrede2018, theater wrede+

Mit fortschreitender Automatisierung werden gerade Personen im Niedriglohnsektor in ‚Langzeitarbeitslosigkeit‘ gedrängt. Wie kann in einer neoliberalen Gesellschaft, in der der Wert von Menschen anhand ihrer Arbeit gemessen wird, ein Körper überleben, wenn er keinen Mehrwert produziert? Auf der Suche nach Öffnungen hin zu einer multidimensionalen, science-fiction liebenden Ästhetik werden Aktionen aus ihrem (Arbeits-)kontext gelöst und in neue, sich stets verändernde Narrative gebracht. Die Vorstellung der Zuschauer*innen darüber, wie uns Arbeit als produktive Körper auf- bzw. abwerten kann, soll so vielfältig befragt, irritiert und neu erfahren werden.

ROBOT DREAMS

theaterwrede2017, Residenz #28, theater wrede+

Das Verhältnis von Mensch und Maschine erscheint als kompletter Gegensatz. Jedoch sind Körper technologisch durchzogen, von Analyseinstrumenten, wie Wagen geformt, durch assistive Technologie, wie Smartphones, unterstützt und vernetzt und durch medizinische Technologie, seien es Herzschrittmacher oder Prothesen, erweitert. Von Mensch zu Maschine scheint es nur noch ein kurzer Weg zu sein. Die Künstler*innen des meinhardt krauss feigl / cinematographic theatre werden auf der Bühne die Grenzen komplett verwischen und Körper weiter technologisieren und Roboter bauen. Am Ende wird die Frage sein: Wovon träumen Roboter?

Deutsche Demokratische Rechenprobe

theaterwrede2017, theater wrede+

Wenn eine Revolution käme, dann wär doch endlich mal Zeit für alles, was im Arbeitsalltag untern Tisch fällt… oder? Dies soll nicht eine reine Utopie bleiben. Die Künstler*innen von „helfersyndrom“ und „Wu Wie Theater Frankfurt“ erproben praktisch forschend den Computersozialismus. Dafür kommt nicht nur Mensch und Computer, sondern auch „alt-“ und „neulinks“ oder auch Kontrolle und Zufall zusammen. Wie sieht es also aus, dieses computergestützt „planwirtschaftlich“ programmierte Theater? Und bringt das mehr Zeit mit sich?