#42 Ornamentale Klanggestalt – Woche 1

LOGBUCH „ORNAMENTALE KLANGGESTALT“ VOL I

Was waren die Fragen? Was haben wir entdeckt? Welche Knoten haben wir und welche haben wir gelöst?
FRAGEN (TEILWEISE MIT ANTWORTEN):

Zerstört das Bild oder der Ton die eigentliche Performance?
Antwort(en):
– Es existiert keine „eigentliche Performance“, es gibt nur Material
– es darf zerstören.
—neue Frage: Was ist das Material bzw. Was nutzen wir als Material?


Was ist der Unterschied zwischen Theaterraum und Galerieraum? -z. B. Verweildauer.
Antwort(en):
– Siehe z. B. Versuch 1
– Erkenntnis: Wir kommen aus dem White Cube und bewegen uns nun in die Black Box.
– Wir brauchen einen Umgang mit Licht
– Erschließung von Projektionsflächen

Was ist das Publikum?
Wie werden Begegnungen möglich?
Wo ist das Publikum?
Was sind neue Berührungspunkte zwischen Performance und Publikum?

Kann es uns gelingen, sowohl Publikum wie auch Künstlergebilde zu einer Form zusammen fließen zu lassen?

Wie kann die Auf-sich-selbst-Zurückgeworfenheit in einer Präsentiersituation/Publikumszeit  erschaffen werden?
Antwort:
-Aus Versuch 1 ergab sich, dass die Aufsichselbstzurückgeworfenheit verschiedene Entstehungszeiten besitzt (im Vergleich Theater-Performance)

Wie sehr beeinflusst das Ornament diese Frage? Beispiel: Urornament Sinuskurve

Braucht es ein Thema?
Antworten: Ja. Das vorläufige Thema sind die Schuhe und das Kostüm.

Wie werden wir eine „Band“ (in der Wiederholung (und wo ist das Publikum))?
Antwort(en):
Erste Arbeitsschritte: Jeweils Entwicklung von Samples

Entwicklung von Zahnrädern (drei Zahnräder bestehend aus TBL, Bild (Kathrin) und Ton (Corinna)
– dreidimensional?
– ist das Publikum die Kette um die Zahnräder oder ist es das vierte Zahnrad?

Benötigt es (oder die Maschine) einen Anfang und ein Ende?

Forschungsfrage 1:
WIE VERÄNDERT SICH DAS WERK, WENN EIN SPANNUNGSBOGEN DURCH EINEN ANFANG
UND EIN ENDE AUFGEBAUT WIRD – IM VERGLEICH ZU EINER PERFORMANCE (OHNE
DRAMATURGISCHEN VERLAUF)?

Und: Sterben wir am Ende?

Erster Versuch zu Anfang und Ende: Was für eine Werkwahrnehmung habe ich? Was für eine
Selbstwahrnehmung habe ich?

Versuchsaufbau:
1. TBL „läuft“. Publikum kommt. Publikum geht.TBL hört auf.
2. TBL steht auf der Bühne. Publikum kommt. Signal ertönt. TBL läuft. Signal ertönt. TBL steht.
Publikum geht.

KNOTEN:
Wie gehen wir mit Projektion im Zusammenspiel mit Live-Performance in der Black Box um?
(Konnten wir aus organisatorischen Gründen bisher nicht ausprobieren)

Ein Knoten, nämlich den der äußeren Angleichung von Anna und Irina, wurde durch
„Haarprothesen“ gelöst.