Logbuch #18 – Woche 1 – Donnerstag bis Freitag

Szenische Forschung Theaterlabor Bielefeld
(alle)

Donnerstag Nachmittag/Freitag Vormittag:
Matthias Schubert ist da, wir proben mit Ihm die Busurungi-Befehlskette, arbeiten an Tempo, Ausdruck und Struktur. Der Zwischenstand wird präsentiert – Dauer der Komposition: ca. 25. Minuten (!)

Freitag Mittag:
Feedback Matthias:
– Energielevel hat noch Luft nach oben, momentan noch auf allen Ebenen zu introvertiert
Feedback Sophia:
– Textverständlichkeit (entweder mit Mikro oder Sprecherpositionen experimentieren)
– Haltung beim Sprechen, Lautstärken, Tonfall
– Lange Phase der Stille gut
– Auge-um-Auge – Melodie verwenden für „Pflichtverteidigerpauschalvergütungs-Loop“
– Einspruch der Verteidigung als Möglichkeit auch szenisch zu wechseln
– Arie/Rezitativ – wie stehen wir dazu? Wollen wir plötzlich “Oper” machen?

Feedback Hannes:
– Findet das Absurde des Rezitativs (wie Sophia) fragwürdig bis problematisch
– Musikalische Arie rein instrumental gut, aber wenn dann von Setting separieren
– Hält die Komposition (ebenfalls) für teilbar;
– Zu starke Trennung von Musiker & Sprecher: Phrasierung des Textes noch mal überprüfen (keine Textverständlichkeit durch Phrasen, sondern musikalisch bleiben – auch die Musiker! // Warum haben die Sprecher keine Streichinstrumente in der Hand, spielen mit? // Metronome mehr einbinden (Akteure auf der Bühne); Selbiges geht für den Faden (noch mal überprüfen) //
– Findet, dass die Musik hilft den Text/die Befehlskette zu verstehen
– Mehr experimentieren mit Lautstärken
– Bühnen-Setting eventuell ‘drehen’ (Publikum wird dann eventuell mehr aktiver Beobachter)
– Unterbrechung…hier müssten alle in Aktion sein. Wenn jemand „wartet“ merkt das Publikum, dass die Szene für es gespielt wird
– Lange Töne gestalten, nicht “abwarten”
Diskussion alle:
– Licht
– Zusätzliche Visualisierung

Probenergebnisse
– Paragraphen Simon & Konradin sprechen diese staccato zusammen
– Zeugenaussagen im “Zeugenstand” am Mikrofon, aber mit Rücken zum Publikum
– Vor Ziffer 5 Konradin und Simon bereiten Instrumente vor
– Neue Startpositionen Kathrin (legt Instrument ab)/Lisa (mit Instrument), mehr Zeit für Sounds
– Ziffer 6 neue Position Simon am Mikrofon, Konradin schreit Befehle; Musikerinnen Pause vor 7 nicht zu lang
– Ziffer 9, Zeugenaussagen wieder ins Mikro
– Takt 154 Aufstellung Musiker „Greift umgekehrt“ (Choreografieren); „Befielt Rückzug“ zurück zu Bänken (Lisa auf Verteidigerposition)

Allgemein:
– Gerichtssaal umbauen (eventuell öfters), das Setting mehrfach drehen, als Grundspielprinzip auch um verschiedene ‘Perspektiven’ zu zeigen?
– Gruppenbildung (Schauspieler diskutieren, Arie wird vom Trio konzertant gespielt), Prozesse laufen gegeneinander – erzeugt interessante Dynamik
– Instrumente für die Schauspieler gut, sollten aber nicht als Effekt verwendet werden
– Improvisierte Teile eventuell beibehalten