Logbuch #3 – Tag 24

Tag 24  -16.04.2012

Die Drei Tage vom Wiederaufbau zur Pazz Vor-Präsentation
Nachdem Avanti Inflagranti geprobt hatte machten wir uns am Samstag um 17 Uhr an den Wiederaufbau unseres Raumes. Es war nun möglich den gesamten Raum neu zu strukturieren.

Hannah, Eva und Karo waren an diesem morgen noch auf dem Oldenburger Flohmarkt gewesen und hatten eine Trimm-Dich-Rad aus den 70er Jahren, eine Kaffee Kanne aus den 60er Jahren und ein altes nicht funktionierendes Radio aus den 50er Jahren gekauft.

Wir entschieden an diesem Tag, unsere 50er Jahre Küche aus der Garderobe heraus zu „bauen“ und Karo und Eva zeichneten mit Kreppband eine Küche an die Wand neben den Zukunftsraum im Theatersaal. Hier befand sich nun eine Waschmaschine, eine Einbauküche im Stile der 50er Jahre (für diese Epoche sehr modern), und ein Herd, in dem ein Bräuler, bzw. Goldhähnchen brutzelte.

Als zweites entstand ein „Freizeit-Raum“ im Stile der 60er, bzw. 70er Jahre. Hier befand sich das Trim-Dich-Rad, ein Campingklappstuhl und der Diaprojektor, welcher eine Landschaft zeigte, durch die man mit dem Trim-Dich-Rad hindurch fahren konnte.

Nun hatten wir also vier fertig skizzierte Räume: Die Schule von 1850, die Küche der 50er Jahre, den Freizeitraum der 60er und 70er Jahre und den Zukunftsraum.

Der Zukunftsraum wurde mit einem Mirkofon ausgestattet und SABA wurde zum Leben erweckt. SABA konnte uns nun Anweisungen geben, die wir zu befolgen hatten.

Mit Hilfe des Trim Rades war es uns so möglich den Zukunftsraum wie ein Haus durch die Luft hinter uns herzuziehen. Wir flogen an diesem Abend so durch Raum und Zeit!

Am Sonntag trafen sich Karo, Eva und Hannah für ein kurzen Zukunftstreff, damit der Magnet Rekorder des Jahrtausends mit Inhalt geladen werden konnte. Hierzu wurden drei Zukunftsszenarien entworfen, die wir dann als Hörspiel, bzw. Nachricht aus der Zukunft auf die Kassetten des Rekorders überspielen wollten. Ansonsten war der Sonntag eher ein gemütlicher Sonntag mit einem nur mäßigen Polizeiruf am Abend.

Am Montag trafen wir uns zu Beginn alle mit Jan Deck, der uns an diesem Tag zu Seite stand. Wir zeigten Jan die neu entstandenen Räume und Ideen und versuchten mit ihm zusammen einige Grundfragen zu klären. Unter anderem: Worum geht es uns noch mal?

Was ist die Fragestellung/Problematik? Wie verhält sich der Inhalt zum Aufbau der Räume? Und: How to do a future performance in the present? Was ist das politische Element unseres Formats, bzw. unserer Idee? Wie verhält sich unsere Performance zu dieser politischen Haltung?

Nach so vielem Grundsätzlichen war es hier noch einmal gut sich dem bewusst zu werden, was wir wirklich wollen. Also einen gemeinsamen Erfahrungsraum für Kinder und Erwachsene schaffen, in dem die Zukunft verhandelt werden soll!

Nun ging es aber los. Como und Normen waren da und wir hingen die Lichtstimmungen und richteten den Saal weiter ein. Heute Abend sollte schließlich unsere Vor-Präsentation stattfinden. Hannah kümmerte sich um Jan und die Lichtstimmungen und Karo, Eva und Ich bauten ein paar zusätzliche Bühnenelemente auf. Neben mehreren  weißen Wänden, die wir oben auf die Tribühne stellten, entstand hier ein neuer kleiner Raum. Der Kiosk! Hier gab es die Idee, Spielstände gegen Zeit einzutauschen. Vielleicht könnte man von hier auch die Technik bedienen. Die Zeitschleuse, bzw. die Zeitkapsel für die Zeitreise wurde um ein Videomischpult, einen Fernseher und einen C64 Spiele Modulator erweitert. Nun konnte zum Abheben des Zeitschiffes ein Flugsimulatorspiel aus den 80ziger Jahren gespielt werden. Neben unserem Zukunftsutopischen „Keine Kinder mehr“ Szenario gab es jetzt also noch hervorragende 8-Bit Musik zum Abheben.

Nun dann! Jetzt kann ja die Vor-Präsentation losgehen. Wir waren gespannt auf unsere Gäste und das Feedback, welches wir bekommen und am nächsten Tag auswerten sollten.