#53 Silent Orpheus

Es fehlt an Gebärdensprache im Theater. Dabei sind einige Gebärden so ikonisch und in sich performativ, dass sie auch für Hörende schnell und leicht verständlich wären. Könnte man also ein ganz eigenständiges, performatives Genre auf Grundlage der Deutschen Gebärdensprache erfinden? Die Gruppe untersucht mit gehörlosen und hörenden Performer*innen die deutsche Gebärdensprache als ein ästhetisches Ausdrucksmittel jenseits eines bloßen Inklusionsanspruchs. Durch einen umfassenden Blick auf die unmittelbare Verständlichkeit von Gebärden und der aus Gebärden erwachsenden Bewegungsmöglichkeiten, möchten die Künstler*innen nicht nur eine neue Bühnensprache, sondern mit Gebärdentheater sogar ein neues Genre etablieren.


während der residenz

logbücher

Jede Woche ihres Stipendiums gibt die Gruppe einen Einblick in ihren Forschungsprozess.

Stipendiat:innen

Jeffrey Döring (Goldstaub e.V.), Eric Kaulisky, Athina Lange und Meike Misia

Residenztheater


zeitraum

01.09.-29.09.2020
makingOFF#53
28.09.2020, 18h00



mentoring

Susanne Tod

Susanne Tod arbeitet als Theaterpädagogin in verschiedenen Projekten mit dem Schwerpunkt Inklusion, Diversität und teilhabegerechte Gesellschaft. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Theaterarbeit mit tauben und schwerhörigen Menschen sowie dem Experimentieren mit Gebärdensprache als Bühnensprache. Sie leitete am Ernst... weiterlesen