KRASS

theaterwrede2020, Residenz #49, theater wrede+

Coralie Merle, Jasiek Mischke, Mark Christoph Klee, Sarah Kerbosh und Guusje de Bruin Lottogewinn? Krass! Deine Cousine ist von ihrem Heroin-Dealer schwanger? Krass! Du lebst vegan? Krass! Dieses kleine Wörtchen „Krass“ ist weder geil noch scheiße; das Wort alleine ist nicht wertend. Mark Christoph Klee, Coralie Merle, Sarah Kerbosch und Guusje de Bruin und Jasiek Mischke möchten herausfinden, was es … Read More

Wert_frei

theaterwrede2020, Freies Werkstatt Theater, Residenz #48

POLYMORA Inc. fordert herrschende Vorstellungen von Tanz heraus. Wie wirkt Schwerkraft auf Körperfett bei einer klassischen Pirouette? Wie wirkt Posen mit Körperteilen, die anders aussehen, als wir es gewohnt sind? Wie springt, fällt und dreht sich ein corps de ballet, das nicht Altes wiederholt, sondern mit diversen Körpern Grundlagenforschung betreibt? Gäbe es dann eine zugängliche Bewegungssprache mit einer zeitgenössischen Bewegungsästhetik?

Das kolossale Festhalten der Erwartung

theaterwrede2020, Residenz #46, Theaterwerkstatt Pilkentafel

Charlotte Kath, Sandra Reitmayer, Pia Wagner, Lisa Balzer Unsere Erwartung strukturiert unseren Umgang mit der Welt – wir glauben zu wissen, was in jedem Moment passieren wird. Wir kennen die Regeln, wir erproben sie immerhin täglich. Was, wenn es anders kommt? Schlimmer noch, was, wenn es immer gleich ist? Die Theatermacherinnen Charlotte Kath, Lisa Balzer, Sandra Reitmayer und Pia Wagner … Read More

Captain Ruralia – Science Fiction für ländliche Räume

theaterwrede2019, Residenz #45, theaterlabor bielefeld

Micha Kranixfeld, Aishe Spalthoff, Silvan Stephan, Marleen Wolter Wie blickt die Science-Fiction auf ländliche Räume? „Captain Ruralia“ befragt das Fehlen von Zukunftsvisionen für ländlich-periphere Gebiete und forscht nach dem Was-wäre-wenn. Diese Mission startet Syndikat Gefährliche Liebschaften nach Forschungsaufenthalten in Dörfern, in denen die Bewohner*innen sich nicht vorstellen konnten, es könne sich in ihrer Realität in den nächsten 25 Jahren etwas … Read More

Kollaps

theaterwrede2019, Residenz #44, Theater neben dem Turm

 Ren Saibara, Rosiris Garrido, Clara Gracia, Yuko Matsuyama Das Anhalten und die Unterbrechung von Bewegungsabläufen stehen bei „Kollaps“ im Vordergrund. Forschungsidee hierbei ist mit Künstler*innen europäischer Akrobatik, indischer Kampfkunst und Nichibu, einem japanischen Tanz, die Nachdrücklichkeit, Symbolhaftigkeit und Vieldeutigkeit beim Anhalten einer Bewegung zu untersuchen. Zentrale Ausgangsthese der Forschung sind Textauszüge aus „Kollaps: Warum Gesellschaften überleben und untergehen“ des US … Read More

Soundtracking the stage

theaterwrede2019, Freies Werkstatt Theater, Residenz #43

 Özlem Alkis, Dieter Hebben, Susanne Grau, Clara-Marie Müller, Jennifer Döring Der Klangkörper und die Architektur der Theaterbühne stehen im Fokus der Forschung von „Soundtracking the Stage“. Untersucht werden alternative akustische Realitäten, die mit Objekten und Materialien erzeugt werden, die sich auf und hinter Bühne finden lassen. Welche virtuellen Körper können das Knacken von Scheinwerfern oder das Einrasten eines Bühnenpodestes entstehen … Read More

Ornamentale Klanggestalt

theaterwrede2019, Residenz #42, theater im ballsaal

Anna Berndtson, Irina Runge, Kathrin Jobczyk, Corinna Siebert Am Anfang jeder Performance steht ein neues Schuhwerk – mit Geräuschen, Klangmustern, Bewegungsmöglichkeiten. „Ornamentale Klanggestalt“ stellt diese Charakteristika weiblichen Rollenbildern gegenüber und forscht an Rezeptionen neuer Klänge und damit einhergehenden Bewegungsabläufen. Sie sagen, dass abhängig von Boden und Fußbekleidung der Sound weibliche Collagen verstärkt. So entstehen, eine eigene Partitur. Diese Symbiose, verkörpert in die zeit 2003 bestehene … Read More

Why are two asians and one latin sitting on the floor?

theaterwrede2019, Residenz #41, theater wrede+

Silvia Ehnis Perez Duarte, Mijin Kim, Seulki Hwang, Enis Turan “Why are two asians and one latin sitting on the floor?” erforscht wie Annahmen zu Geschichten verwoben werden. Der Austausch zwischen Informationen, der persönlichen Biografie der beobachtenden Personen und der aus dieser Story entstehenden Symbiose stehen hier im Vordergrund. Die Gruppe „TachoTinta“ sieht sich nicht nur als „zwei Koreaner*innen und … Read More

A STRANGER IN PARADISE?

theaterwrede2019, Residenz #40, theater wrede+

 Isabelle Barth, Claudia Barth, Caroline Alves, Evandro Pedroni Zwei Schwestern verfolgen über zwei Jahre die Spuren, auf denen ihre Großmutter ihre eigene transnationale Lebensgeschichte schrieb. Diese Geschichte lässt sich nicht in den Schablonen der klassischen Opfer oder Tätergeschichten erzählen, vielmehr geht es darum die intersektionale Verwobenheit von Subjekten auf zu zeichnen. Es geht um den nicht thematisierten Kolonialismus der Schweiz, … Read More

Overkill – wie man ein Urteil performt

theaterwrede2019, Residenz #39, Theaterwerkstatt Pilkentafel

Anna Döge, Sira Möller, Jonas Sausmikat, Mine Wenzel, Winnie Wilka Wie laufen unsere alltäglichen Urteile ab? Wer oder was beeinflusst sie? Im Fokus steht der Akt des Richtens bzw. (Be)Urteilens. Wer sind dabei die Protagonist*innen? Wer repräsentiert wen? „Overkill. Wie man ein Urteil performt.“ – forscht nach dem Potenzial der Gerichtsbarkeit vom Gericht über mediale Repräsentationen hinein in den theatralen … Read More

Faulheit

theaterwrede2018, Residenz #38, theaterlabor bielefeld

Faulheit, aber als Kampfbegriff. Im Sozialismus wie auch Kapitalismus ist Arbeit das Ideal – und wer dem Ideal nicht entspricht ist faul. Aber was definiert einen faulen Körper, wie verändern Vorstellungen von Faulheit den Körper und das Körperbild? ScriptedReality macht sich an die Arbeit Faulheit radikal und gleichezeitig mit der notwendigen „Faulheit“ zu erproben. Und eines ist klar, ob wegen Faulheit anderen ihre Empathiebedürftigkeit abgesprochen wird oder Faulheit als Form des Widerstands erprobt wird: Faulheit ist politisch.

Du dada wen i dodo (AT)

theaterwrede2018, Theater neben dem Turm

Was macht man als Künstler*in, wenn man im zeitgenössischen, postdramatischen Diskurstheater stecken geblieben ist – mit all der Logik, der Analytik und dem Ernst? Wie wärs mit Dada und absurdem Theater? Verspielt, ungebändigt, anarchistisch zeigt die Ästhetik der Irritation nicht nur auf die Grenzen der zeitgenössischen Konzepte von Kunst, Kultur und Normalität, sondern deutet auch auf das unerwartete und undenkbare. Also warum nicht den Geist von Dada aufleben lassen und eine Form des ‚Anti-Theaters‘ für das jetzt entwickeln?