#01 Schwarzer Vogel roter Himmel

Als erste Stipendiatengruppe und Pilotgruppe des Residenzprojekts begrüßten wir im Frühjahr 2011 die Gruppe shot AG aus Dresden. Sechs Wochen lang forschten sie in den Räumen des Theaters und untersuchten die Möglichkeiten der Ausdrucksformen Sprache und Bewegung: Kann es einen direkten und unverfälschten Dialog überhaupt geben? Weichen wir mit Floskeln und Plattitüden der eigentlichen zwischenmenschlichen Konfrontation aus?
Am 2. April 2011- und im speziell für das Stipendienprojekt entwickelten Format des „Making Of“- gab die Gruppe zum Abschluss ihrer Residenz eindrucksvolle Einblicke in ihre Forschungsarbeit.

Er spricht sie an. Sie reagiert. Keine Antwort. Sie bewegt sich. Er kann nicht nachvollziehen. Jeder spricht seine eigene Sprache. Der Dialog wird auf die verschiedensten Arten und Weisen probiert. Scheitert. Glückt scheinbar. Misslingt. Verfängt sich im Absurden. Dreht sich im Kreis. Es öffnen sich Unmöglichkeitsräume.
Die beiden Ausdrucksformen Sprache und Tanz treffen sinnbildlich dafür aufeinander. Der Schauspieler spricht. Die Tänzerin tanzt. Beide verfangen sich in Körperkonstellationen.


während der residenz

logbücher

Jede Woche ihres Stipendiums gibt die Gruppe einen Einblick in ihren Forschungsprozess.

Stipendiat:innen

shot AGWolfgang Boos, Nora Schott, Ariane Thalheim, Peter Andreas


Residenztheater


zeitraum

02.11.2011, 19h00 makingOFF#01
20.02. - 03.04.11



mentoring

Martin Stiefermann

1982 – 1987 erhielt er seine Tanzausbildung an der Hamburgischen Staatsoper; 1987 – 1992 Engagement beim Hamburg Ballet; 1992 Choreographen Stipendium – Internationale Tanzwochen Wien; 1992 – 1995 Tätigkeit als freier Choreograph (u.a. in Hamburg, Berlin, Basel, Dresden); 1995 –... weiterlesen