#68 Trans-Lational Writings

„Ich übersetze meine Umwelt in meinen Körper. Ich übersetze deine Sätze in mein Denken,  meine Kindheit in die Gegenwart und meine Ängste in Bilder in meinen Traum und von dort aus in mein Bewusstsein; in meine Sprache: Die Worte, die ich erlernt und als kleines Kind in meine Umgebung zu übersetzen gelernt habe. Ich übersetze diese Worte jetzt zurück auf die Dinge, und danach in eine andere Sprache, dann stehe ich da an diesem Rand und schaue auf den Bildschirm, und der übersetzt, zeitversetzt, dein Gesicht. Darin sind deine Augen, die lassen sich übersetzen, dahinter übersetzt du von der zweiten Sprache in deine Sprache, ich sehe Pixel. Es ist dunkel und das Bild stockt. Du sprichst.“

Trans-Lational Writings is researching the realm of translating processes as a methodology, algorithmic language, the tension between written and spoken word on stage to create a way of common and in the same time autonomous multimedial authorship and thus break up traditional narrative forms and narratives. Graphic design, literary writing, lighting design and poetry / music become text.

Titelbild: Gedicht von Sappho, deutschsprachige Übersetzung von Lena Schmidt, englischsprachige Übersetzung von Mary Bernard.


während der residenz

logbücher

Jede Woche ihres Stipendiums gibt die Gruppe einen Einblick in ihren Forschungsprozess.

Stipendiat:innen

Charlotte Oeken, Antonia Meier, Lena Schmidt und Yoav Schutzer

Residenztheater


zeitraum

13.07. - 09.08.2022
makingOFF#68
08.08.2022, 19h00