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#48
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stipendiat:innen

POLYMORA Inc.

Jana Zöll, Aisha Konaté, Mono Welk, Jutta Tille, Alexandra Schwartz


residenztheater


zeitraum
03.06.-30.06.2020
makingOFF#48  08.07.2020, 19h00

Featured image for “Miriam Michel”

mentoring

Miriam Michel

Wahrnehmung und individuelles Begreifen der menschlich erfahrbaren Welt, sind Ausgangspunkt für Miriam Michels künstlerisches Schaffen. Seit 13 Jahren arbeitet die studierte Theaterwissenschaftlerin, als Regisseurin und Performance-Entwicklerin, Dramaturgin und Autorin für Sprech- und Musiktheater sowie in Theaterprojekten mit jungen und alten Menschen. Sowohl alleine, in wechselnden Teams, als auch mit dem post-inklusiven Kollektiv dorisdean, dass sie 2006 gegründet hat, entwickelt sie Theaterperformances und Bühnenstücke. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem “nicht-normalen Körper” und seinem Einfluss auf die Welt. Derzeit beschäftigt sie das Vermächtnis und die Trauer als gesellschaftliche Rituale. Miriam Michel entwickelt und performt ihre Arbeiten u.a. am Schauspiel Essen, Theater Münster, Center for Literature Burg Hülshoff und den Landungsbrücken Frankfurt. Sie arbeitete als Dozentin am Institut für Theaterwissenschaft der Ruhr Universität Bochum und derzeit an der Folkwang Universität der Künste. Ausserdem erforscht sie mit Hilfe von Collagen, Videoperformances und Solo-Stücken immer wieder die Welt um sie herum und versucht Menschen und ihre Realität zu verstehen. Die verschiedenen Medien und Positionen die sie dabei nutzt und einnimmt helfen ihr, den eigenen Standpunkt zu überprüfen und neue Blicke zu proben.

 


mehr über Miriam Michel

Wert_frei

Wert_frei, jedes Menschenleben ist gleich viel wert. Und wenn’s drauf ankommt? Wir leben in Krisenzeiten, in denen vermeintlich nicht genug für alle da ist. Auf einmal werden Wirklichkeiten sichtbar, die sonst auch da sind – nur besser versteckt. Das zeigt z. B. die Diskussion rund um das Thema „Triage“: Was wenn es hart auf hart kommt? Was wenn zum Beispiel mehr Menschen ein Beatmungsgerät benötigen, als es Geräte gibt? Dann wird aussortiert. Und wie? Anhand von Skalen, mit denen nun gemessen werden soll, wann es sich lohnt jemanden zu retten und wann nicht. Zum Beispiel anhand der Gebrechlichkeitsskala, Vorerkrankungsskala, Altersskala usw. Es werden die Menschen am Leben gehalten, deren Leben als lebenswerter bewertet wird. Die anderen müssen im Zweifelsfall sterben.
Also sind doch nicht alle gleich wert? Laut Gesetz sind wir das ja. Wer entscheidet also darüber und warum? Mit Blick auf die europäischen Außengrenzen (aber auch innerhalb Europas) können wir diese Werte-Skalen beliebig erweitern: die Passport-Skala, die Hautfarben-Skala, die Geschlechter-Skala etc… Welcher Tote wird erst gar nicht gezählt?
Bewegt und wütend durch die diese aktuellen Geschehnisse wollen wir uns nun performativ mit den Fragen beschäftigen: Was ist Wert? Wer oder was ist was wert? Und wer bestimmt darüber? Bin ich wert_frei?“




makingOFF

Beim makingOFF gibt die Forschungsgruppe in „We’R’Dansöz" Einblicke in ihren Forschungsprozess und stellen Ausschnitte aus ihrem Arbeitsprozess vor, die diskutiert werden können. Alle Interessierten sind dabei herzlich eingeladen, sich mit der Gruppe über ihre Forschungsarbeiten auszutauschen.


logbuch

Jede Woche ihres Stipendiums gibt die Gruppe einen Einblick in ihren Forschungsprozess.