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januar/februar

Leon Ullrich

Global Angst Private

Wovor fürchtet sich ein Sri Lankischer Bürgerkriegsveteran im Frieden? Wovor eine chronisch kranke deutsche Influencerin? Wovor eine geflohene Trans-Schauspielerin aus dem Iran und eine 81-jährige Deutsche in Quarantäne?  In Interviews möchte ich individuelle Angsterlebnisse erforschen. Ziel ist eine Gegenüberstellung globaler Angstmomente. Wie konstituiert sie sich und wo gibt es Gemeinsamkeiten?

Ballhaus Ost Berlin

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Felix Meyer-Christian

MY FRIENDS

„Ohne Freunde können wir nicht gut sein und nicht gut leben.“ (Aristoteles). Der Begriff der Freundschaft ist ein Jahrtausende altes Phänomen. Aber was bedeutet Freundschaft im Jahr 2020? Was bedeuten mir meine Freund*innen? Und hilft das Konzept von Freundschaft beim Gestalten eines politischen, sozialen und vielleicht auch emotionalen Wandels unserer Gesellschaften?

Ballhaus Ost Berlin

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Danny Goodman

Am Spielfeldrand

Der Autor und Regisseur Danny Goodman schafft mit dieser Recherche die Grundlage für ein Theaterstück in der Zukunft, indem er Menschen verschiedener gesellschaftlicher Milieus, Berufe, sozialer Gruppierungen zum Thema Radikalisierung, Staatsrezeption, Politik, Zufriedenheit, Maßnahmen und Verhältnismäßigkeit Angesichts der Pandemie und einer möglichen staatlichen Veränderung befragt.

Ballhaus Ost Berlin

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Marie Golüke

Macht und Machtverhältnisse - Eine Recherche über Uns

Macht ist ambivalent. Macht umgibt eine Symbiose aus Verachtung und Faszination. Es stellt sich die Frage: Wie sehr ist das Überleben unserer Gesellschaft von der Machtausübung bedingt? Wie verläuft der Machtkreislauf, der unsere Menschheitsgeschichte durchzieht. Die Performerin Marie Golüke untersucht ein neues Feld menschlicher Interaktion und fragt wie Macht unseren Alltag beeinflusst.

Ballhaus Ost Berlin

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Marie Schleef

Mit den BRONTË SCHWESTERN in (Recherche)Klausur

Marie Schleef interessiert sich besonders für den (historischen) weiblichen Blick und widmet sich vorrangig Texten von Autorinnen, die bislang kaum oder gar nicht auf deutschsprachigen Bühnen gespielt wurden. Die Residency befasst sich mit einem blinden Fleck der Künstlerin: englischen Literatinnen des 17. sowie 18. Jahrhunderts und geht so den Texten der Brontë Schwestern und Co. auf die Spur.

Ballhaus Ost Berlin

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Raimund Schall

"Störung"

Wenn Störungen zum Wirkungsbereich künstlerischer Arbeit gehören, rückt die Betrachtung zukünftiger alternativer (ästhetischer) Darstellungsverfahren ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Corona fordert uns dazu heraus. Störung wird in diesem Recherchevorhaben nicht als destruktive Größe, sondern auch als konstruktives Prinzip begriffen.

E-WERK Freiburg

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Atischeh Hannah Braun

Transkulturelles Jugendtheater

Wie sieht ein zeitgemäßes transkulturelles Jugendtheater aus? Wie kann es partizipativ, digital und analog realisiert werden? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Suche von Atischeh Hannah Braun nach dem Gegenstand und Übungsformen zum transkulturellen Theater. Ihre Residenz erforscht die theoretischen und organisatorischen Voraussetzungen dazu, um modellhaft in der Praxis daran zu arbeiten.

E-WERK Freiburg

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Teresa Grebtchenko

Objekt, Körper, Künstliche Intelligenz

Teresa Grebchenko forscht an der Schnittstelle zwischen Künstlicher Intelligenz, Schauspiel, Figurentheater und Musik. Was ist das für ein Spannungsfeld? Wie funktioniert die Übertragung der inneren Zustände technisch? Wird Sprache, die man nicht versteht zur Musik? Was passiert, wenn man Instrumente wie Puppen animiert, also an der Grenze von KI und analoger Wirkung experimentiert?

E-WERK Freiburg

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Laura Heinecke

Tanzrecherche Schwingungen

Während ihrer Residenz setzt sich die Tänzerin und Choreografin Laura Heinecke mit Schwingungen auseinander. Dabei geht sie der Frage nach, wie diese insbesondere in der Optik und Akustik auf den Körper von Performer*innen wirken und welchen Einfluss sie auf die Rezeption des Gezeigten beim Publikum entfalten. Aus den Erkenntnissen leitet sie neue Ansätze für ihre weitere künstlerische Arbeit ab.

E-WERK Freiburg

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Antonia Christl

Lyrik und Figurenspiel - eine Recherche

Die Recherche 'Lyrik und Figurenspiel' wird sich mit den theatralen Möglichkeiten befassen, die sich aus der Auseinandersetzung mit lyrischen Texten für eine Adaption durch Figurentheater erschließen lassen.

FITZ Theater animierter Formen Stuttgart

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Rafi Martin

Blocken und hart Schlagen

Diese Recherche und Residenz bietet eine Forschung und einen Austausch zu den Themen: Gender / Kampfsportarten / zeitgenössisches Figurentheater. Es soll ein symbolischer Forschungsraum sein, über die Kunst Schläge zu geben und Schläge empfangen zu können, ein Ort für die Poetik des Muskel- und körperlichen Widerstandes, eine Forschung von einer Utopie - geschlechtsspezifisch intrakorporal.

FITZ Theater animierter Formen Stuttgart

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Lisa Thomas

Alte Puppe (AT)

"Alte Puppe" ist, vom Tanz ausgehend, eine intergenerative Recherche zur Kommunikation mit und durch den älteren und alten Körper.

Durch die aktuelle Vorgabe, Abstand zueinander zu halten ist die tänzerische Praxis im Kern getroffen sowie die natürlich spontane Begegnung zwischen Generationen.

Mittel des Materialtheaters sollen einen sinnlichen Zugang zu Themen der Risikogruppe herausstellen.

FITZ Theater animierter Formen Stuttgart

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Jascha Sommer

A research after the future

Im Rahmen von "TakeCare" fragt der Performance- und Videokünstler Jascha Sommer nach der Möglichkeit gegenwartsbezogener, gemeinschaftlicher Praktiken after our capitalist future. Fern des Phantasmas einer prognostizier- und gestaltbaren Zukunft und jenseits des individualistischen Präsenzfetischs unserer Tage interessiert sich Sommer für die künstlerische Erforschung von "Demokratien im Präsenz".

Freies Werkstatt Theater Köln

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Andrea Bleikamp

LUMEN

Die Residenz am Freien Werkstatt Theater Köln mit Hilfe der Förderung des Fonds Darstellende Künste ermöglicht die künstlerische Recherche über Licht in all seinen Erscheinungsformen und physikalischen Eigenschaften. Als Einsatzmittel und Gegenstand im performativen Beriech und dessen künstlerische und poetische Umsetzung.

Freies Werkstatt Theater Köln

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Jana Zöll

Too queer to be queer - Ich bin die Antithese

In Zeiten von Identitätspolitik, wo steht *mensch da als Frau mit Behinderung? Wird *mensch mehr als Frau oder als behindert wahrgenommen? Und welche Perspektive definiert *mensch eigentlich: die Fremd- oder die Eigenwahrnehmung? Zu diesen Fragen forscht Jana Zöll mit Stimme, (eigenen) Körperbildern und Bewegung, indem sie diese der Außenwahrnehmung preisgibt und Assoziationen erfragt.

Freies Werkstatt Theater Köln

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Alexander Ourth

The Making of a YouTube Radical

"The making of a YouTube Radical" ist ein Research-Projekt über Radikalisierung und Verschwörungsmythen. Ziel ist, inhaltlich und technologisch zu untersuchen, wie eine Transformation vom realen Bühnen- in den digitalen Raum gestaltet werden kann. Dazu sollen Technologien aus den neuen Medien erschlossen werden.

Freies Werkstatt Theater Köln

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Alexandra Schwartz

The J Word - Generation shame culture

Unter dem Titel "The J Word - Generation Shame Culture" will die Künstlerin Alexandra Schwartz zu jüdischer Identität in Deutschland arbeiten und den Körper als Träger historischer Kontinuitäten erforschen. Es entsteht ein Dialog aus Tanz und Recherchearbeit: zu Familienbiographien und Traumaforschung, Mary Wigman und Anna Halprin, zu performativen Ritualen und queeren Formen jüdischen Lebens.

Freies Werkstatt Theater Köln

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Bibiana Jimenez

ZIELSCHEIBE

„ZIELSCHEIBE“ ist eine inhaltlich-explorative Recherche der freien Kölner Choreographin Bibiana Jimenez. Sie produziert Tanztheater und Site-specific Performances  zum Thema Frau im Hinblick auf soziale Gleichheit und Geschlechtergerechtigkeit. ZIELSCHEIBE ist eine Recherche über Frauenhass und Sexismus im Netz, die die Weiterführung des künstlerischen Arbeit ermöglich.

Freies Werkstatt Theater Köln

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THE CURRENT DANCE COLLECTIVE  –  Suse Tietjen & Maria Gibert & Vincent Straube & Ann-Leonie Niss & Alexander Varekhine

ent//winden

Unter dem Titel „ent//winden“ recherchiert THE CURRENT DANCE COLLECTIVE die Begriffe Stillstand und Bewegung im Kontext einer coronatauglichen Arbeitsweise als interdisziplinär wirkendes Künstler*innenkollektiv. Besonderes Augenmerk liegt in der Erforschung der Tauglichkeit unterschiedlicher Plattformen, die einen direkten Austausch zwischen Künstler*innen und Publikum herstellen und erhalten.

Hamburger Sprechwerk

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Denise Stellmann

Theatrale Forschung zum Thema Zivilcourage und Traumafolgen

Im Rahmen der Förderung wird die Autorin, Regisseurin und Theaterproduzentin Denise Stellmann sich der theatralen Forschung zum Thema Zivilcourage und Traumafolgen widmen.

Hamburger Sprechwerk

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Zwoisaint (Zwoisy) Mears-Clarke

Fermentation des Tanzes (AT)

Während eines 2-monatigen Rechercheaufenthalts im Denk- & Produktionsort Libken, möchte Zwoisy Mears-Clarke sich mit 2 Fragen beschäftigen. Wenn der Körper für die Geschichte und die Topographie des Landes, auf dem er sich befindet, empfänglich ist, wie verändert sich dann sein Verhältnis zu Form, Zeit, und Raum? Und wie lässt sich dieser Vorgang ins Performative übertragen?

Libken - Denk- und Produktionsort Gerswalde

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Nasheeka Netter

Dialogue in Motion

Nasheeka Nedsreal ist eine Tanzkünstlerin aus Louisiana, die in den Bereichen Musik und Videokunst arbeitet. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit Identität, Ritualen und Improvisation. Durch ihre fortlaufenden Prozesse in der Tanz- und postkolonialen Arbeit konzentriert sich ihre aktuelle Forschung auf die Entkolonialisierung des Körpers.

Libken - Denk- und Produktionsort Gerswalde

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Alisa Tretau

VR ZUKUNFT

Zur Vorbereitung der immersiven VR-Rauminstallation VR ZUKUNFT befragt Alisa Tretau die Gegenwart aus möglichen Zukünften heraus nach ihrem Potenzial jenseits der Katastrophen: Was können wir aus der Gegenwart lernen und heute schon umsetzen, um lebbare Aussichten zu kreieren? Die Suche führt mit Libken e.V. von Bradenburg aus ins Silicon Valley, lässt Cyborgs sprechen und Pandemien verstummen.

Libken Denk- und Produktionsort Gerswalde

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Zé de Paiva

Technological Ritual

Zé de Paiva beschäftigt sich mit Technologie und Ritualen in Performance, mit dem Verhältnis von Körpern in technologisierten Zusammenhängen und in dem, was gemeinhin als natürlicher Körper gedacht wird. Technologie verweist auf die Zukunft - Rituale werden als etwas Ursprüngliches gedacht. Welche Verknüpfung besteht zwischen kolonialer Vergangenheit und Technologie?

Libken Denk- und Produktionsort Gerswalde

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Dagrun Hintze

Recherche zu einem zeitgenössischen Bäuer*innentheater

Dagrun Hintze möchte herausfinden, ob man dem klassischen Bauerntheater ein zeitgenössisches "Bäuer*innentheater" entgegensetzen könnte. Für die Recherche will sie Expert*innen treffen und, wenn möglich, landwirtschaftliche Betriebe besuchen. Eignen sich die Landwirtschaft und ihre Protagonist*innen als Thema für partizipative Theaterformate?

Lichthof Theater Hamburg

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backsteinhaus produktion  –  Isabelle v. Gatterburg & Christopher Bühler

RECHERCHEPROJEKT WALD

Die Arbeiten von backsteinhaus produktion mit einer interdisziplinären Formsprache befinden sich an der Schnittstelle zwischen zeitgenössischem Tanz und Performance. Der dokumentarische Ansatz soll mit WALD weiter untersucht und ausgebaut werden. Es werden Interviews mit Waldbrandbetroffenen geführt, Videos dazu u. davon erstellt und damit nach einer weiteren Verschiebung der Erzählmittel gesucht.

Lichthof Theater Hamburg

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Irina Pauls

Wissen transferieren-Interaktion zwischen Tänzer*innen und Maschine

Die Recherche beschäftigt sich mit den Möglichkeiten eines Wissens-Austausches zwischen dem tanzenden Mensch und der Maschine.

Wie kann die Interaktion zwischen Mensch und Maschine für den zeitgenössischen Tanz produktiv gemacht werden?

In Versuchsanordnungen wird der Datenaustausch erprobt, u.a. über Videoeinspielung, Textanweisung, codierte Rhythmen. Wie wird Information verarbeitet?

LOFFT - DAS THEATER Leipzig

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Micha Kranixfeld

Im Verschwinden erscheint es: Eine Versammlung der ländlichen DDR

Den ländlichen Raum gibt es nicht. Im Wissen um die hessische Sozialisation des Künstlers widmet sich das Vorhaben der künstlerischen Forschung zu Traditionen der Versammlung in ländlichen Räumen der DDR. Dabei sollen szenische Hörminiaturen entwickelt werden, die uns zum utopischen Denken über Dritte Orte in ländlichen Räumen heute inspirieren könnten.

LOFFT - DAS THEATER Leipzig

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Clara Minckwitz

SEXWORK LE

Das Stipendium soll die Recherche zum Thema Sexarbeit in Leipzig ermöglichen. Die freie Theatermacherin Clara Minckwitz möchte dabei mit Sexarbeiter*innen sowie Verbänden und Initiativen in Kontakt treten, Interviews und Gespräche mit Sexarbeiter*innen in deren Wohnungen führen und die aktuelle Debatte zum Thema auf politischer und gesellschaftlicher Ebene analysieren.

LOFFT - DAS THEATER Leipzig

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Rico Dietzmeyer

>>Don Lario und sein Lakai Kagg (AT)<<: Figurenstudien.

Rico Dietzmeyer, Capocomico der Leipziger Compania Sincara, führt in seinem Vorhaben Figurenstudien zu frühneuzeitlichen Theaterfiguren durch und untersucht, wie zeitgenössische Varianten aussehen könnten. Über Recherchen in Verbindung zu den historischen Versuchen des spanischen Theateravantgardisten Jacinto Grau erforscht er die Möglichkeit, solche Figuren für die heutige Zeit neu zu erfinden.

LOFFT - Das Theater Leipzig

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Gwen Kyrg

Recherche über den Ort "Zuhause"

Fokus der Recherche sind Aspekte des Ortes Zuhause, insbesondere des Zuhauses als täglich betretene „Bühne“. Seit der Pandemie ist das Zuhause besonders präsent, als Ort der digitalen Begegnung und Arbeit, auch im tiefgreifenden Verlust, den Geflüchtete erfahren. Die Recherche sowie Experimente mit szenischem Material sind Vorbereitung für ein geplantes Online-Theater, das zuhause stattfindet.

LOFFT - DAS THEATER Leipzig

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Sebastian Weber

TAP FLOW

In seinem Rechercheprojekt TAP FLOW arbeitet der Leipziger Choreograph Sebastian Weber an einer Weiterentwicklung seiner tänzerisch-choreografischen Methodik. Indem Bewegungskonzepte aus dem zeitgenössischen Tanz auf die Techniken des Stepptanzes übertragen werden, entstehen neue Perspektiven und Möglichkeiten innerhalb des klingenden Tanzes.

LOFFT - DAS THEATER Leipzig

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Charlie Fouchier

tHere

Es handelt sich um eine Recherche um die Verbindungen zwischen Video, Tanz und Performance, und um Performance-Formate in welchen PerformerInnen durch Videokonferenz interagieren. Teile des Recherchevorhabens werden in Zusammenarbeit mit andere KünstlerInnen (PerformerInnen, VideokünstlerInnen...) ausprobiert und erforscht.

LOFFT - DAS THEATER Leipzig

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Fabian Cohn

Research Empathie

Fabian Cohn will mit seiner Recherche zum Thema „Empathie“ die Grundlage für mehrere choreografische Arbeiten schaffen. Dabei versteht er Empathie als Gegenpol zu egoistischem Machtstreben und Polarisierung, welche Demokratie und friedliches Zusammenleben gefährden. Tanz als Medium erscheint durch seine emotionale Unmittelbarkeit besonders geeignet für eine Auseinandersetzung mit diesem Thema.

LOT-Theater Braunschweig

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Sara Angius

Glaub nicht alles, was du siehst

Mit "Glaube nicht alles, was du siehst" begibt sich Sara Angius auf eine metaphysische Reise zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Realität & Unwirklichkeit. Die Regeln der Realität werden kontinuierlich auf- und abgebaut. Alles ist Fiktion. Zeitgenössischer Tanz, Figurentheater und Nouvelle Magie werden kombiniert, um sich gegenseitig zu bereichern & dem Publikum eine hybride Performance zu bieten

LOT-Theater Braunschweig

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Thermoboy FK  –  Felix Scheer & Moritz Brunken

life is like a box of chocolates - you never know what u gonna get

Mit der Recherche zu „life is like a box of chocolates...“ (AT) stellen sich Scheer und Brunken den möglicherweise existenziellen Zukunftsfragen des Theaters: Wo wird Theater zur Kunst der Zugehörigkeit? Welche Geschichten wollen erzählt werden, dass der soziale Raum Theater auch für neue Gruppen sichtbar wird? Wo sind solche Orte (in Braunschweig) zu finden? Oder müssen sie erst erfunden werden?

LOT-Theater Braunschweig

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Andrea Kilian

Körperbilder - Stationen einer Heldin

Greta Thunberg: Klima-Terroristin oder Heldin? Ihre Reden sind Ausgangspunkt einer physischen Annäherung: Inhalt u. Emotion werden auf eine tanzbare Essenz gebracht. Eine Suche nach d. Universalität im Werdegang einer modernen Jeanne d`Arc. Ein Selbstversuch: Durch "Embodiment" (Verkörperung) v. Held*innen-Figuren wird die Auswirkung von Wahn, Hass, Glaube, Vision auf den Körper untersucht.

Meta Theater Moosach

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Leonardo Fonseca da Silva

Sprechen durch Tanz

Leonardo Fonseca da Silva sucht die tänzerische Kommunikation und entwickelt Strategien, die einen Zugang zu Publikum im Öffentlichen Raum möglich machen. Er widmet seine Residenz der Forschung, Analyse und einer umfassenden Interaktion mit der multikulturellen Bevölkerung in der Postosteuropäischen Stadt, die ihren Umgang  mit gewonener Vielfalt neu lernt.

OFF-Bühne Komplex Chemnitz

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Kassandra Wedel

Handgefühl

Mit „Handgefühl“ erforscht die taube Künstlerin Kassandra Wedel die Gebärdensprache als Kunst und Bühnensprache. Wie weit reichen ihre Hände, wie gehen die Möglichkeiten um sie auch für Hörendes Publikum zugänglich zu machen? Welche Schätze verbirgt Gebärdensprache die es performativ zu entdecken gilt?

PATHOS München

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ELLE Kollektiv  –  Louis Panizza & Elisabeth-Marie Leistikow & Luis Lüps

Der Unendliche Weg zur Wahrheit

Das Residenzprogramm "TakeCare" nutzt das ELLE KOLLEKTIV als Recherchearbeit zu den Themen Wasser und Wahrheit und deren Schnittmengen. Sie führen Interviews mit Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen. Die daraus generierten Texte dienen zur kreativen Verarbeitung.

PATHOS München

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elenapatrowna  –  Fatoumata Diallo & Luca Scelsi & Robert Ziesenis

KONSTANTEN

Die Corona-Krise scheint eine Welt im Wandel zu zeigen. KONSTANTEN von elenapatrowna sucht nach dem, was sich nicht verändert. Wir untersuchen eine Live-Webcam auf der Zugspitze, die “Golden Record” der NASA, Schweizer Kunstlager, Schrebergärten und das Marie-Byrd-Land: Zwischen Konservierung, Archiven und vermeintlichen Ewigkeiten versuchen wir, eine Konstante theatral zu erschaffen.

PATHOS München

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Birgit Freitag

WUT : KÖRPER / WUT : ORT / WUT : GESELLSCHAFT

In dieser Recherche begibt sich Birgit Freitag auf die Suche nach der vitalen Kraft eines verpönten Gefühls: WUT. Wo lässt sich Wut finden? Was macht wen wütend? Brauchen wir die Wut, damit sich etwas bewegt? Der Hauptfokus liegt auf der Erforschung von Wut und Körper. Was macht Wut mit dem Körper? Wie lassen sich Wutreaktionen provozieren, dokumentieren und im künstlerischen Kontext darstellen?

sch wa nk hal le Bremen

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Tomas Bünger

QUEERLAND!

QUEERLAND?

Tomas Bünger

Queere Menschen merken unbewusst sehr früh, dass sie nicht wirklich dazugehören und sind nicht selten Meister*innen der Alltagsperformance von Kindheit an. Wie haben mich diese Performances geprägt? Bin ich deshalb Künstler*in? Wer ist der Mensch hinter diesen Performances? Wer wäre ich in Queerland? Eine Recherche zu queerer Identität und Selbstermächtigung im Tanz.

sch wa nk hal le Bremen

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Esther Adam & Katharina Greeven

ON (DIS-)APPEARANCE

In ON (DIS-)APPEARANCE untersuchen Katharina Greeven und Esther Adam die Dichotomie

des Verschwindens und Erscheinens mittels ephemerer ästhetischer Praktiken: Soundproduktion und

Tanzimprovisation. Die Künstler*innen gehen dabei der Frage nach, welche Macht-

Mechanismen darüber entscheiden, wer oder was erscheint und wer oder was verschwindet.

sch wa nk hal le Bremen

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Katrin Bretschneider & Doris Weinberger

ANTZ!

ANTZ! ist eine sich aktuell weiter entwickelnde, performative Forschung zur Analogie von Mensch und Ameise. Im Zentrum: Begriffe wie die sich selbst organisierende Gemeinschaft, Arbeitsteilung und Ant-Algorithmus. In Form der Lecture Performance projizieren wir künstlerische Fiktion und wissenschaftliches Halbwissen in den Raum: Wann und warum gelten Ameisen als Ideal und wann als Schreckgespenst?

sch wa nk hal le Bremen

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Ivana Sajevic

Die Leiden des Fürsten Sternenhoch

Erarbeitung einer Stückfassung zu einem düsteren Puppenspiel von Ladislav Klimas psychopathologischen Labyrinth „Die Leiden des Fürsten Sternenhoch“ von 1928. Zwei Schwerpunkte spielen eine zentrale Rolle: 1. der feministische Ansatz in der ungleichen abgründigen Beziehung und der Persönlichkeitsentwicklung der Figur Helga und 2. die Austauschbarkeit von Normalität und Wahnsinn, Leben und Tod.

Schaubude Berlin

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Laia Ribera Cañénguez

Deutsche koloniale Spuren in Mittelamerika

Recherche zu deutschen kolonialen Spuren in Mittelamerika in Kooperation mit der Schaubude Berlin. In dieser Recherche werden historische Quellen untersucht und vergleicht. Dazu wird szenisch mit Video geforscht, wie diese historische Quellen - in Form von schriftlichen Dokumenten und Dokumentarfilme - mit Live-Kamera-Aufnahmen interagieren können.

Schaubude Berlin

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Franziska Dittrich

BLUSH - when faces turn pink (AT)

Die Puppenspielerin Franziska Dittrich untersucht in „BLUSH – when faces turn pink  (AT)“ das Gefühl der Scham und deren gesellschaftliche Auswirkungen. Die Recherche dient als Vorarbeit für ein partizipatives Theaterprojekt für Mädchen* und junge Frauen*, das sich am Gaming-Format der Lebenssimulation orientiert und sexistische Wirkmechanismen und Körperbilder kritisch befragt.

Schaubude Berlin

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flunker produktionen  –  Matthias Ludwig & Claudia Engel

Weiterentwicklung & Impulsivierung Projekt MIAULINA, WIR SPIELEN BAND

MIAULINA, WIR SPIELEN BAND  - die Spieler*innen gehen diversen Mustern in der Verwendung von Musik nach. Sie musizieren selbst, Figuren werden zu Musikern gemacht, animierten Objekten wird Klang entzogen und Zuschauer in den tonalen Kosmos hineingezoomt. Besonderes Augenmerk liegt auf der Untersuchung von gespielter Privatheit auf der Bühne und ungespielter Offenheit in interaktiven Momenten.

Schaubude Berlin

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Malik Meyer

Geweih - Schmuck als Kampfwaffe

„Geweih, Schmuck als Kampfwaffe“ ist ein Research Projekt das sich mit den vernichtenden Handlungen des Menschen auseinandersetzt. Es wir die Frage gestellt: Wo wird uns dieser Gewaltmarsch hinführen? Weitverbreitete Erzählungen und Geschichten, wie der Phönix aus der Asche werden in einen Dialog mit zeitgenössischen Geschehnissen wie Krieg und Umweltzerstörung gestellt.

Schloss Bröllin Fahrenwalde

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Anneli Ketterer

Brölliner Bodenversteigerung

Anneli Ketterer recherchiert, wie eine Immobilienauktion in eine interdisziplinäre Performance und Intervention im öffentlichen Raum transformiert werden kann. Sie untersucht wie in der Kombination einer realen Auktion von künstlerischen Erdobjekten (Decrustate) und einer inszenierten Versteigerung bildende und darstellende Kunst in interdisziplinärer Arbeit zusammenkommen können.

Schloss Bröllin Fahrenwalde

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Claire Terrien

Feldmessung (AT)

Das Projekt Feldmessung (AT) beleuchtet Messvorgänge, ihre Ungenauigkeiten und deren mögliches Scheitern. Physische Gesetze und räumliche Grenzen werden durch akrobatische Bewegungen, Lichtexperimente und die poetische Umnutzung von Werkzeugen untersucht. Eine eigene Methodik der Bodenmessung bringt performative Handlungen hervor, in denen Erdschichten, Landschaft oder Staub zu Akteurinnen werden.

Schloss Bröllin Fahrenwalde

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Rika Weniger

Hochhaus Waagestraße

Rika Weniger bewegt sich in ihren eigenen Produktionen zwischen Schauspiel und Performance. In „Hochhaus Waagestraße“ beschäftigt sie sich mit Prägungen. Wie tief reichen Prägungen? Um dem nachzugehen begibt sie sich in das Hochhaus, in dem sie die ersten 11 Lebensjahre gelebt hat. Sie wird sich vor Ort inspirieren lassen. Die Begegnungen mit den Anwohnern werden im Zentrum der Recherche stehen.

Schloss Bröllin Fahrenwalde

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Moonsuk Choi

GRENZ.LAND 2.0

Zum einen geht es in der Recherche um die Weiterentwicklung und Adaption des multimedialen Tanzstücks GRENZ.LAND. Dafür sollen bisher unbespielte Räume in Mecklenburg-Vorpommern gefunden und erschlossen werden. Zum anderen soll GRENZ.LAND für ein anderes Land, dass eine andere Grenz Geschichte hat, bearbeitet und angepasst werden. Dabei liegt der Fokus auf Moonsuk Chois Heimatland Südkorea.

Schloss Bröllin Fahrenwalde

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Sabine Maier

FüsseFassen

Im Rechercheprojekt „Füsse fassen“ sucht Sabine Maier buchstäblich den Boden unter ihren Füßen. Seit über 30 Jahren ist sie als Luftakrobatin, Performerin und Komikerin international unterwegs. Sie hat intensiv die  Welt kopfüber in luftiger Höhe betrachtet. Jetzt will sie in „der umgekehrten Welt der Schwerkraft“ mit Humor tänzerisch und akrobatisch den Boden erforschen.

Schloss Bröllin Fahrenwalde

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Nathan Cornwell

Dis[Connect]

Wir leben in einer Welt, in der es einfach ist, sich digital neue Verbindungen aufzubauen. Was macht diese Digitalisierung mit der menschlichen Verbindung? Verbinden wir uns in der heutigen Gesellschaft tatsächlich miteinander oder sind wir Disconnect? Er wird in der Recherche Bewegungsmaterial erforschen und entwickeln, die er für sein neues Tanzstück Dis[Connect]” nutzt.

Schloss Bröllin Fahrenwalde

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Karin Krug

In der Ferne ganz nah!

In der Ferne ganz nah!

Das Projekt entwickelt eine theatrale Form des Reisevortrags. Das Taj Mahal steht im Mittelpunkt einer dramaturgischen Bearbeitung von Videos, die mit einem kommentierenden "Reiseführer" den Zuschauern nahegebracht werden. Dafür werden die verschiedenen dramaturgischen und theatralen Möglichkeiten für diese neue Form des Dokumentations-Theaters ausgelotet.

Sensemble Theater Augsburg

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Dörte Trauzeddel

Walentina, die Möwe - Konzeption eines Monologs

Walentina, die Möwe - Konzeption eines Monologs

Walentina W.Tereschkowa startete 1963 als erste Frau ihre Reise in den Weltraum. Allein in einer Raumkapsel die Erde umrundend, soll Walentina als Mensch zur Sprache kommen. Die Residenz soll dazu dienen über ihre Person zu recherchieren sowie die Struktur für einen Theatermonolg zu erarbeiten.

Sensemble Theater Augsburg

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Daniela Nering

Zeitlos

ZEIT LOS begibt sich auf die Suche nach verschiedenen Erfahrungen aus dieser Zeit: Statements und Geschichten, die das Zeitgeschehen und Erleben festhalten, zb anhand von Interviews oder Fragebögen:

Wie wurde diese Zeit wahrgenommen?

Wurde dir Zeit geschenkt oder genommen?

Wie wurde die Zeit genutzt oder wurde sie vertan?

Ergänzt werden zeitlose Lieder, Zitate , Szenen und Texte.

Sensemble Theater Augsburg

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Lisa Fertner

Konkurrenz (Anm.: Das Wort "Konkurrenz" soll durchgestrichen sein)

„Es gibt keine Konkurrenz, für jeden ist Platz.“

Von klein auf lernen wir „Wer besser ist, gewinnt.“ Jedoch können wir oft nicht mehr zwischen messbarer Leistung und Mensch unterscheiden. Wir fangen an unseren Selbstwert an unserer Vita zu messen und versuchen uns am Leben anderer zu orientieren. Lisa Fertner möchte mit ihrem Projekt dagegen steuern und zu einem Umdenken anregen.

Sensemble Theater Augsburg

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Sarah Hieber

Die Dame in Prosa und der Kavalier am Klavier 2.0

Die Dame in Prosa und der Kavalier am Klavier 2.0

Eine Recherche zu einem neuen Lieder und Gedichte Abend von und mit "Der Dame in Prosa und der Kavalier am Klavier"

Vertonte Gedichte, Texte und Lieder aller Art, die wie kunterbunte Flicken sind in unserem grauen Alltagskleid.

Sensemble Theater Augsburg

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Felicia Daniel

Recherche zum Umgang mit Ausnahmesituationen anhand von "Bilder deiner großen Liebe"

Felicia Daniel setzt sich in ihrer Forschung mit der Romanfigur Isa aus Wolfgang Herrndorfs Roman „Bilder deiner großen Liebe“ auseinander. Dabei interessiert sie Isas Umgang mit ihrer Krisensituation. Da Isa darüber hinaus als gehörlos interpretierbar ist, möchte Felicia – unter Einbeziehung von Expert:innen  – auch erforschen, wie eine gebärdensprachliche Textfassung des Romans aussehen könnte.

Societaetstheater Dresden

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Shahab Anousha

Forschung zu Performativen Verhältnissen von Körper und Abwesenheit

Mit seiner Forschung versucht Shahab Anousha, sich theoretisch / praktisch mit den performativen Verhältnissen von "Körper" und "Abwesenheit" auseinanderzusetzen und damit mögliche szenische Strategien zu experimentieren. Das Ergebnis seines Vorhabens wären Werkzeuge und Scores, die später als Material für die Entwicklung eines Stückes verwendet und umgesetzt werden können.

Societaetstheater Dresden

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Thomas Dannemann

Schlaf. Erzählung eines Auserzählten (Arbeitstitel)

Der Regisseur Thomas Dannemann macht eine Recherchearbeit über die Notwendigkeit der "Erzählung" für eine soziale Exstenz des Menschen,  bis zu der Frage, inwieweit es einen über den Menschen hinausgehenden, strukturellen und irreversiblen Zusammenhang zwischen der technischen Weiterentwicklung der sozialen Medien und dem Erododieren von Konsenserzählungen in Gesellschaften gibt.

Societaetstheater Dresden

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Olympia Bukkakis

Too Much Research

Olympia Bukkakis wird intensiver Recherche aus transfeministischer Perspektive in den Bereichen Bindungstheorie, der Suchtforschung, und der Geschichte von Drag, Tanz und Theater durchführen. Währenddessen wird sie verschiedene Performance-Kontexte wie Theater, Drag-Shows, Kabarett, Musikkonzerte und Vorrede besuchen, um die darin enthaltenen Bewegungsvokabularen besser zu verstehen.

SOPHIENSÆLE Berlin

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Gianna Pargätzi & Marietheres Jesse

LESBIAN VAMPIRE PORN

In der Rechercheresidenz LESBIAN VAMPIRE PORN beschäftigen sich Gianna Pargätzi & Marietheres Jesse (CHICKS*), mit Repräsentationen von queeren Weiblichkeiten seit dem 16. Jahrhundert bis heute, am Beispiel der lesbischen Vampirin. Sie untersuchen die Potentiale, sie im performativen Theater als emanzipatorische Figur zu nutzen um queeren Sexualitäten und Identitäten Sichtbarkeit zu verschaffen.

SOPHIENSÆLE Berlin

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Cora Frost

Atlantis- ungesungene Lieder. Blicke ins Archiv ( nicht- archiv- archi

Cora Frost taucht in die Tiefen ihres privaten Archivs, um die ungesungenen Lieder, unerzählten Geschichten, Freundschaften und Lieben ans Licht zu befördern.

In diesem Noch-Nicht-Archiv liegen Teile von ihr selbst begraben, Erbschaften, alte Fotobücher. Schauspielerleben in Zeitlupe, in genialen menschenliebenden Blicken.

Alte, nie angehörte Tonbänder, die auf ihre Entdeckung warten.

SOPHIENSÆLE Berlin

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Gloria Schulz

My body is my software.

Gloria Schulz ist Digital Artist aus Hamburg. Sie verbindet als Creative Coderin und Performerin digitale Technologien, wie Virtual Reality, mit theatralen Immersionsräumen. In ihrem Forschungsvorhaben untersucht sie die Beziehung von Körper, als künstlerische Ausdrucksform, und virtuellem Raum. Dabei konzentriert sie sich auf die Verbindung von Motion Capture mit digitalen Körpern.

studioNaxos FFM

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Jakob Engel

Plants Orchestra

In dem Recherche Vorhaben “Plants Orchestra” möchte Jakob Engel sich mit der Frage beschäftigen wie Pflanzen musikalische Akteure werden können. Zusammengefasst zu einem Orchester möchte er die Pflanzen das Oratorium die “Die Schöpfung” von Haydn spielen lassen. Jede Pflanze spielt die Partitur eines Instruments aus dem Oratorium, allerdings in dem Rhythmus der Pflanzen eigenen Microimpulse.

studioNaxos FFM

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Annekatrin Kiesel

Rooting Mind

Die Tänzerin und Choreographin Annekatrin Kiesel nimmt sich Sumpflandschaften zum Vorbild, um psychosomatische Zustände zu erforschen und die Trennung nicht nur von Körper und Geist infrage zu stellen, sondern auch von Körpern und ihrer Umgebung. In der Beschäftigung mit konkreten Naturmarialien – Wurzeln, Erde und Wasser – assoziiert sie Phänomene der Verdrängung, Erinnerung und Flashbacks.

studioNaxos FFM

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Judith Altmeyer

Die Suche nach der besten Wahrheit - Wahrsagen als performative Praxis

Judith Altmeyer ist freischaffende Performerin in Frankfurt am Main und hat sich in vergangenen Arbeiten intensiv mit dem Verhältnis zwischen Performerin und Publikum auseinandergesetzt. Sie möchte sich nun die Rolle einer Wahrsagerin aneignen und daran forschen, wie sie einem Publikum die Wahrheit vorhersagen kann. Dafür möchte sie Erzählstrategien und Manipulationsmechanismen erarbeiten.

studioNaxos FFM

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Manuel Kisters

Recherche "Saudade"

Manuel Kisters recherchiert das menschliche Verlangen und die Sehnsucht indem er die portugiesisch sprechende Kultur des Saudade und dessen Musik, das Fado erforscht. Er hinterfragt damit was diese Gefühlswelt sein kann und was es für uns in unserer heutigen Zeit bedeutet.

Theater im Ballsaal Bonn

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Bettina Heuel-Marugg & Claudia Grönemeyer

SprechChor goes future

"SprechChor goes future" ist eine Recherche für die Weiterentwicklung und den Erhalt des Internationalen SprechChor Bonn. Bettina Marugg und Claudia Grönemeyer recherchieren neue Wege der Materialgenerierung und konzipieren verschiedenen Szenarien für den gut 20-köpfigen Chor, die neue künstlerische und institutionelle Kooperationen ermöglichen und auch in pandemischen Zeiten Bestand haben werden.

Theater im Ballsaal Bonn

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Laura Schilling

IM BLICK DER ÖFFENTLICHKEIT (AT)

Im Blick der Öffentlichkeit (AT) ist die szenische Recherche mit dem von Laura Schilling beobachteten „Lübcke-Prozess“ am OLG Frankfurt. Wie übersetzt sich das rechtliche Geschehen in künstlerische und gesellschaftliche Resonanzräume? Das Theater als „andere“ Öffentlichkeit dient dafür als Raum der Orientierung für die Frage: Wie kann man der Normalisierung rechter Diskurse entgegentreten?

Theater Rampe Stuttgart

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Justyna Koeke

Age and the City

Age and the City

Justyna Koeke recherchiert zu älteren Frauen im Öffentlichen Raum. Besonders nachts zeigt sich die Abwesenheit und Ängstlichkeit der älteren Generation deutlich. Sie sucht nach  Formaten, die dagegen wirken können. Geplant sind neben Interviews, auch Interventionen im nächtlichen Stadtraum: Abendspaziergänge, Fotografieren, und Kostümentwicklungen, die Frauen ermutigen.

Theater Rampe Stuttgart

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Ülkü Süngün

Kultur Kanakisierungs Kommission

Ülkü Süngün möchte Stuttgarter Kulturinstitutionen kritisch unter die Lupe nehmen: Wird überall wo Diversität draufsteht auch Diversität gelebt? Eine umfassende Recherche und die Gründung einer KulturKanakisierungsKommission sollen helfen, Strukturen zu hinterfragen, Räume zu öffnen und rassismuskritische und dekolonisierende Praktiken zu stärken sowie ein erweitertes WIR zu konstituieren.

Theater Rampe Stuttgart

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die apokalyptischen tänzerin*nen  –  Jasmin Schädler & Sara Glojnarić

Über-Setzen

Sara Glojnarić und Jasmin Schädler erforschen im Rahmen ihrer Residenz die Performativität des Übersetzens. Die Übersetzung wird zum künstlerischen Ausdruck - musikalisch, sprachlich und als Mittel der Intervention. Demgegenüber steht eine kritische Befragung gängiger Übersetzungspraxis. Sie erarbeiten während der Residenz übersetzungskritische Performance-Skizzen.

Theater Rampe Stuttgart

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Joachim von der Heiden

Wo gehts' lang?

Joachim von der Heiden ist seit 32 Jahren künstlerischer Leiter des renommierten theater monteure. In seinen Solo-Performances begegnet er dem jungen Publikum in ungewöhnlichen Konstellationen an der Schnittstelle zwischen Theater und Bildender Kunst. Sein Recherche-Projekt „Wo gehts‘ lang?“ fragt mit performativen Interaktionen im Schulkontext nach der Rolle von Orientierung.

theater wrede + Oldenburg

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Chang Nai Wen

UN-LEARNING

Wie NICHT weiter? Das künstlerische Forschungsprojekt “UN-LEARNING” von der in Berlin lebenden Taiwanischen Regisseurin Chang Nai Wen reflektiert das eigene künstlerische Schaffen im Kontext einer selbstschädigenden und leistungsorientierten Produktionskultur, um neue Wege zur Fortführung weiterer künstlerischer Arbeit nach dem Abschaffen eines konditionierten Selbst aufzuzeigen.

theater wrede + Oldenburg

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Felix Worpenberg & Silvan Stephan

Publikumsforschung in mittelgroßen Städten am Beispiel Oldenburg

Felix Worpenberg und Silvan Stephan arbeiten mit Ihren zwei Kollektiven an tourbaren Stücken und site-specific-Formaten. Letztere erschließen oft neues Publikum, erstere benötigen dafür eine selten realisierbare Regelmäßigkeit der Aufführung. Wie können partizipative und klassische Formate voneinander profitieren und der Freien Szene neues Publikum erschließen? Braucht es gar eine neue Form?

theater wrede + Oldenburg

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Veit Sprenger

Stille Post

Der Theatermacher Veit Sprenger untersucht Ästhetiken der Auslassung. Wie lässt sich die Abwesenheit von Theater theatral erleben? Wie lässt sich aus Trennungserfahrungen ein Gemeinschaftserlebnis erzeugen? In einem multilateralen Austausch ohne unmittelbaren persönlichen Kontakt wird ausschließlich unter Verwendung von Brief- und Paketpost eine serielle Erzählung entwickelt.

theater wrede+ Oldenburg

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Marina Dessau

Third Skin

Third Skin ist künstlerische Recherche zu haptischen Technologien für Performance und Mixed Reality. Marina Dessau (internil) baut vibrotaktile Maschinen, kombiniert Ton-Bild-Tast-Sequenzen & untersucht die Wahrnehmung and

Theaterdiscounter Berlin

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Asta Nechajute

How to become… Prepperin

How to become… Prepperin

Eine Forschungsreise in die Welt der Prepper:innen. Oder wie findet man einen passenden Ausdruck auf der Bühne, wenn man das Anmachen eines Feuers in der Wildnis darstellen möchte?

THEATERLABOR im TOR 6 Bielefeld

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Melanie Lopez Lopez

Achtsamkeit der Emotionen

Die Residenz soll einen tieferen Einblick in den Prozess der Erschaffung von Bewegung schaffen, basierend auf die Achtsamkeit der Emotionen und deren Reaktionen.

Ziel ist es, verschiedene Quellen als Stimuli zu benutzen, um herauszufinden, wie die Emotionen die tänzerischen Bewegungsabläufe in Bezug auf Dynamik, Muskelspannung und Geschwindigkeit beeinflussen und so neue Formen entstehen lassen.

THEATERLABOR im TOR 6 Bielefeld

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Karin Schmitt

Puppenwelten

„Puppenwelten“ ist ein Projekt, das sich mit dem Objekt Spielzeugpuppe befasst. Es untersucht die unterschiedlichen Animierungsmöglichkeiten des Gegenstandes sowie die Assoziationen und Gefühle, die dieses emotionale Objekt hervorrufen kann und die Welten, die es entfalten mag.

Theaterwerkstatt Pilkentafel Flensburg

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Irina Runge

Loop aks Körpererlebnisraum

Mit dem Projekt "Loop als Körpererlebnis" möchte Irina Runge sich dem künstlerischen Ausdrucks- und Erfahrungsraum der Wiederholung nähern und den Vergleich suchen, wo und wie sich der Loop alltäglich zeigt. Der Zuschauer wird aus dem Gefühl für Gewohnheit von Abläufen herausgelenkt. Der Loop und die Begegnung mit dem Loop endet immer wieder im Körper des Rezipienten.

Theaterwerkstatt Pilkentafel Flensburg

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Lotta Bohde

DickSein

Lotta Bohde beschäftigt sich in ihrem #take care Stipendium mit der Stigmatisierung dicker Frauen. Sie möchte ein Konzept entwickeln für ein Theaterprojekt mit Dicken Frauen (Expertinnen des Alltags). Hierfür wird sie sich einerseits theoretisch als auch künstlerisch praktisch mit dem Thema auseinandersetzen.

Theaterwerkstatt Pilkentafel Flensburg

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Charlotte Pfeifer

Infraschall

Soziale Symptome, Sound und Suggestion

Infraschall: das sind ganz tiefe, für den Menschen nicht hörbare Töne. Manche meinen Infraschall spüren zu können und reagieren mit körperlichen Symptomen. Manche halten das für Auswirkungen eines "Nocebo-Effekts". Diesen Gap zwischen subjektivem Empfinden & Wissenschaft möchte Charlotte Pfeifer erforschen, Texte dazu entwickeln und Soundexperimente machen.

Theaterwerkstatt Pilkentafel Flensburg

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Manuel Melzer

Das Jahr 90 - einmal Revolution und Zurück

1990 traten 3 Künsler_innen von Flensburg eine Reise in die DDR an, um von der Revolution im Nachbarland der BRD zu lernen. 30 Jahre später nimmt Manuel M.die gleiche Route und trifft diejenigen Menschen wieder, die damals von der Stimmung in der DDR berichtet haben. Welche Enttäuschungen haben sie in den letzten 30 Jahren erlebt und wofür brennt ihr Herz noch immer? Mit wem soll er noch sprechen?

Theaterwerkstatt Pilkentafel Flensburg

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Svenja Wolff

Elfenbein

Anhand eines vererbten Elfenbeinzahns zieht die Performerin und Szenographin Svenja Wolff biographische Verbindungen in die europäische Kolonialgeschichte, sucht nach heutigen Bezügen und Verantwortlichkeiten, und fragt: wohin gehört dieser Zahn?

Theaterwerkstatt Pilkentafel Flensburg

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Stefanie Tauber

Look At Me!

MS ist eine - im wahrsten Sinne des Wortes - nervtötende Krankheit. Viele Kämpfe, die Steffi Tauber als Künstlerin mit MS jeden Tag mit, gegen und für ihren Körper austrägt, bleiben für den Betrachter unsichtbar. Der sieht nur die Spitze des Eisberges. Steffi möchte dazu einladen, hinter die Fassade ihrer Krankheit zu schauen - am Rollstuhl, am Rollator, am Gehstock vorbei.

TNT Theater neben dem Turm Marburg

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Clara Reiner

Fallen

Im Rahmen der #takecare Residenz recherchiert Clara Reiner am TNT zum Themenkomplex „FALLEN“. Wie fallen Menschen, wenn sie stolpern, oder das Gleichgewicht verlieren? Was ist das für ein Bewegungsablauf? Welche Spuren hinterlässt das Fallen? Anhand verschiedener Medien- Choreographie, Text und analoge Druckverfahren- untersucht Clara Reiner Aspekte des Fallens.

TNT Theater neben dem Turm Marburg

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Rita Hausmann

Materialrecherche: Drei Künstlerinnen unterhalten sich über…

Konzeption: Materialrecherche „Drei Künstlerinnen unterhalten sich über ...“

In drei verschiedenen Herstellungstechniken entstehen 3 Künstlerinnenporträts als Puppenköpfe. Die Materialien dafür werden recycelt und sind ausdünstungsarm.

Die Recherche hilft die Herstellungstechniken zu erlernen und Materialien auszutesten. In einer Fotoserie entsteht ein Gespräch zwischen den Puppenköpfen.

TNT Theater neben dem Turm Marburg

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Aran Kleebaur

Do Not Click, Scroll or Type

Mit der Performance Do Not Click, Scroll or Type wird sich Aran Kleebaur poetisch-essayistisch mit den Intensitätserfahrungen auseinandersetzen, die die Nutzungen von Internet Plattformen, den dazugehörigen Medientechnologien und die darin eingebetteten Machtverhältnisse hervorbringen. Eine Performance zwischen Aktivität und Passivität, zwischen Entspannung und Anspannung, Lust und Erschöpfung.

TNT Theater neben dem Turm Marburg

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Carlos Franke

3D-Brillen und Mythenbildung

Carlos Franke experimentiert mit farbigem Licht, farbigen Brillen, räumlicher Tiefe und Mythenbildung. Was erscheint, was wird unsichtbar auf der Theaterbühne, wenn man sie durch Rot-grün-Brillen aus dem frühen 3D-Kino betrachtet? Welche optischen Effekte sind möglich? Im Hintergrund steht dabei die Annährung an den Kunstmythos eines mysteriösen König in Gelb.

TNT Theater neben dem Turm Marburg

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Irina Demina

KLOF (AT)

Das künstlerische Forschungsprojekt KLOF verbindet die Volksgruppentänze und Digitaltechnologien von Maschine Learning miteinander, um eine neue hybride Gemeinschaftstanzform oder eine neue Praxis des „Zusammenseins“ zu entwickeln.

WIESE eG Hamburg

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Uwe Schade

Lego Duplo - Musikbausteine

„Lego Duplo Musikbausteine“ von Uwe Schade zollt in seiner Mehrdeutigkeit ebenso der Architekturierung der Zeit, wie auch dem Spiel mit und in musikalischen Räumen seine Aufmerksamkeit. Sowohl feste Gefüge als auch bewegliche Module für agile Handhabung sollen entstehen, einzelne musikalische Elemente, wie Rhythmen, Melodien oder Klänge sowie Miniaturen und musikalische Assoziationsräume.

WIESE eG Hamburg

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Fernanda Ortiz Losada

UNCERTAIN STATES

In UNCERTAIN STATES untersucht Fernanda Ortiz Losada die Beziehungen zwischen Tanz und digitalen Technologien. Im Mittelpunkt stehen die Wahrnehmungsverhältnisse zwischen medialer und physischer Körpererfahrung: Wie beeinflussen digitale Welten den realen Körper?

WIESE eG Hamburg

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Dr. Isabelle McEwen

Nach der Pest

Die angestrebte Recherche ist ein Horchen nach einem Gefühl des Taumelns, das die Welt immer mehr ergreift. Dieses Gefühl soll das Thema des formal noch völlig offenen dritten Teils einer Performance-Trilogie werden, deren ersten Teile 2019 aufgeführt wurden. Ausgangspunkt der Recherche ist der Chor der kommentierenden Stimmen überall im Internet, der wie eine Art antiker Chor betrachtet wird.

WIESE eG Hamburg

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Trinidad Martínez

Gedanken fangen. Welche Gedanken gehen durch meinen Kopf wenn ich tanz

  1. Martínez beschäftigt sich mit den Gedanken die während Sie tanzt auftauchen, spielt mit der Idee es zu greifen. Die Erfahrung von Bewegung zu unterstreichen, mit diesem Material zu reflektieren. Es als neuen Input zu nutzen, wie eine unendliche Schleife oder Rückführung. Sie ging mit einem Fulbright Stipendium in die USA. Seitdem spezialisiert sie sich auf Improvisation als Performance Form.
WIESE eG Hamburg

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Gabriele Oßwald

Caring Culture als Paradigma

Das Paradigma der Caring Culture erhält neue Aktualität. Wie kann sich diese Aussage als künstlerische Praxis, als eigene künstlerische Ästhetik in der Auseinandersetzung mit der sozialen Realität manifestieren? Was bedeutet "Caring" für die eigenen Arbeitsstrukturen und -inhalte. Die freie Kuratorin und Künstlerin Gabriele Oßwald befragt das Thema mit einem interdisziplinären Blick.

zeitraumexit Mannheim

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Mimosa Pale

Tanzskulpturen - Bewegungsanimatoren

Mimosa Pale entwickelt Konzepte für lebensgroße Skulpturen und ihre Nutzung im Kontext von Theater, Performance und Intervention. Entscheidend ist bei der Recherchearbeit, Ideen für Skulpturen zu entwickeln, mit denen interagiert werden kann. Dabei spielen Sicherheitsaspekte und wie diese, z.B. mit opulenten Polsterungen, ästhetisch integriert werden können, eine wesentliche Rolle.

zeitraumexit Mannheim

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Lajos Talamonti

Jungbusch-Rivisitato

„Jungbusch-Rivisitato“ sucht den Dialog mit der postmigrantischen italienischen Gemeinde Mannheims, um durch ihren Blick auf ihr ehemaliges Viertel, den Jungbusch, die Wirklichkeit vor Ort machtkritisch zu befragen. In Gesprächen und Vor-Ort-Recherchen arbeitet Lajos Talamonti an einer Selbstreflexion der Stadt, ihrer Kultur & ihres Einflusses aus ungewohnter Perspektive.

zeitraumexit Mannheim

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takecareresidenzen

Für das Förderprogramm #TakeCareResidenzen kooperiert flausen+ mit dem Fonds Darstellende Künste, um mit seinem Stipendiennetzwerk flausen+ freischaffende Künstler:innen zu unterstützen. #TakeCareResidenzen hat zum Ziel, ausgewählte, frei produzierende Künstler:innen und Gruppen, die durch die Covid-19 Pandemie und die Einschränkungen im kulturellen Sektor existenziell betroffen sind, für jeweils mindestens 2 Monate zu begleiten und zu stärken.


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